Wir verstehen Bauen nicht als einen rein technischen Prozess

Bauen hinterlässt Spuren – nicht nur im Werk, sondern auch bei den Menschen und für die kommenden Generationen.

Unsere Wurzeln liegen in der Sanierung eines historischen Fachwerkhofs, den wir Stück für Stück als Familie wieder instand setzten – dem Stüppershof.

Aus einer ersten Einkaufsgemeinschaft für geeignete Baumaterialien entstand hier 1994 unser Fachhandel für ökologische Baustoffe.

Seitdem ist das Naturbauhaus Hetfeld auf dem Stüppershof ein Ort für Austausch, fundierte Orientierung und die Abstimmung individueller Lösungen – für alle, die wertbeständig bauen oder sanieren möchten.

Stüppershof 1997 – Das Unternehmen noch in den Kinderschuhen: Drei der Abgebildeten arbeiten heute im Naturbauhaus Hetfeld. Unsere Werte bleiben.

Wir begleiten Menschen dabei, Räume zu schaffen. Wertbeständig, behaglich und passend zu denen, die sie nutzen. Im Einklang mit dem Lebensraum, von dem wir alle ein Teil sind.

Wir machen bewährte Baustoffe zugänglich.

Wir stellen funktionale, langlebige und erprobte Materialien bereit, die sich insbesondere für die Sanierung und den Erhalt historischer Bausubstanz bewährt haben.

Dabei setzen wir auf zweckmäßige und zeitgemäße Lösungen, die sich harmonisch in bestehende Bauten einfügen. Mit unserem gut sortierten Lager sind viele Materialien kurzfristig verfügbar, sodass Bauvorhaben ohne Verzögerung voranschreiten können.

Wir beraten individuell, projektbezogen, praxisnah und auf Augenhöhe.

Aus eigener Erfahrung wissen wir, worauf es – insbesondere in den Bereichen Fachwerk- und Altbau – ankommt.

Deshalb beraten wir Baufamilien und Bauherren individuell und projektbezogen – tiefgehend, nachvollziehbar und stets auf Augenhöhe. Gemeinsam finden wir Wege, um alte Bausubstanz behutsam zu erhalten und sinnvoll weiter zu nutzen.

Wir machen wertbeständiges Bauen für alle Sinne erlebbar und begreifbar.

Auf dem Stüppershof im niederbergischen Velbert haben wir einen Ort gestaltet, in dem wertbeständiges Bauen mit allen Sinnen erfahrbar wird.

Hier erhalten Bauinteressierte konkrete Einblicke in Materialeigenschaften, Verarbeitungstechniken und funktionale Bauweisen. Darüber hinaus finden Sie Nützliches und Schönes rund ums Bauen, Wohnen und den Garten.

Wir bewahren Baukultur mit klarem Blick auf Gegenwart und Zukunft.

Wir setzen uns für eine Baukultur ein, die Langlebigkeit, Funktionalität und Wertbeständigkeit in den Mittelpunkt stellt.

Mit unserer Arbeit möchten wir dazu ermutigen, an bewährte Baupraxis anzuknüpfen und sie mit heutigen Erkenntnissen zu verbinden – für nachhaltige, gesunde und behagliche Räume, die Generationen überdauern.

Wer wir sind

Vom Pioniergeist getragen – mit Leidenschaft in die Zukunft geführt

Fasziniert davon, wie sich manche Bauwerke über Jahrhunderte hinweg nutzen, anpassen und weiterentwickeln lassen, haben wir vor über 30 Jahren den Grundstein für das Naturbauhaus Hetfeld gelegt.

Was mit einer kleinen Idee begann, ist zu einer Aufgabe geworden, die alle Mitwirkenden als zutiefst sinnstiftend erleben. Der Funke der Begeisterung ist längst auf die nächste Generation übergesprungen:

Steffen, Sarah und Simon Hetfeld sind über Jahre ins Unternehmen hineingewachsen und führen es heute gemeinsam mit dem Senior mit der gleichen Leidenschaft weiter.

In einer Zeit, in der viele Betriebe um Nachfolger ringen, ist das für uns Bestätigung und Ansporn zugleich.

 

Das Team

Peter Hetfeld

Gründer | Geschäftsführer
Objektberatung

Sarah Hetfeld

Management
Produktberatung

Steffen Hetfeld

Tischler, Fachkraft Lehmbau
Objektberatung Altbau & Denkmal

Andrea Altenburg

Verwaltung
Produktberatung Wohnen und Garten

Tanja Rehnen

Marketing

Elke Schenk

Buchhaltung

Simon Hetfeld

Lagerorganisation
Farbmisch-Center Farben & Putze (Lehm/Kalk)

Stephanie Pingel

Warenannahme und -ausgabe
Farbmisch-Center Farben & Putze (Lehm/Kalk)

Anette Hetfeld

Farbmisch-Center Lehmfarben
„Gute Seele des Hauses“

Unsere Geschichte

Drei Generationen der Familie Hetfeld, September 2009

Der Stüppershof – Ursprung und Herzstück

Manchmal beginnt eine gute Geschichte mit einer vermeintlich verrückten Idee. Ende der 1980er Jahre stand der Stüppershof – ein jahrhundertealter, aber stark baufälliger Hof – im niederbergischen Velbert zum Verkauf. Das Haupthaus war damals in einem Zustand, der den Verdacht nahelegte, selbst das aufgemalte Fachwerk müsse noch eine tragende Funktion übernehmen. Familie, Freunde und Bekannte waren sich größtenteils einig: Das Vorhaben, hier noch etwas retten zu wollen, sei – gelinde ausgedrückt – wahnunsinnig.

Doch Peter und Anette Hetfeld sahen mehr als nur marode Balken und bröckelnden Putz – sie sahen ein Haus mit Geschichte, das eine Zukunft verdiente. Sie sahen das große Gestaltungspotential für ihre eigenen Bedürfnisse – das künftige Zuhause für ihre Familie.

Und erwarben 1988 den Stüppershof wider alle Zweifel, mit mehr Mut als Vernunft. Und einer guten Portion Eigensinn.

Bauen lernen aus Erfahrung – und aus Fehlern

Die Sanierung des Hofes wurde zu einem wahren Lehrstück. In einer Zeit, in der synthetische Baustoffe und lobbygetriebene Standards als „alternativlos“ galten, wischten laute Expertenstimmen das instinktiv aufkeimende Bauchgefühl, doch besser so zu bauen, wie es bisher einige Jahrhunderte gehalten hatte, beiseite.

Überflutet von „Fachmeinungen“, die nahezu alles berücksichtigten – außer das Gebäude selbst und die Menschen, die darin leben wollten –, wurde zunächst Einiges so gemacht, wie es eben üblich – leider allzu üblich – war. Hohlblocksteine und Zementputz ersetzten Lehm und Kalk, man tackerte Folien unters Dach.

Entgegen des mulmigen Gefühls klang die Theorie vielversprechend – die Praxis lehrte jedoch etwas anderes. Bereits nach wenigen Jahren wurde klar: Der Einsatz der falschen Materialien führte zu neuen, diesmal von uns selbst verursachten Schäden. Das Haus hatte Jahrhunderte überstanden – doch die empfohlene „moderne“ Sanierung schadete mehr, als sie half.

Inzwischen mussten große Teile der Außenwände ein zweites Mal saniert werden, denn die ungeeigneten Materialien hatten ihren Tribut gefordert: Rund 20 bis 30 Prozent des verbauten Holzes waren innerhalb von 2 Jahrzehnten morsch oder bereits verrottet. Ein ernüchterndes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass das Haus über 600 Jahre unbeschadet überstanden hatte.

Bei der erneuten Sanierung kehrten wir schließlich zur bewährten Bauweise zurück – so, wie es ursprünglich war. Die Gefache wurden wieder mit Lehm gefüllt, diesmal in Form von Lehmsteinen, die sich unkompliziert vermauern ließen. Damit ist die ursprüngliche Funktion des Hauses wiederhergestellt – und es kann, wenn man es richtig behandelt, noch viele weitere Generationen überdauern.

Vom Bauprojekt zur Berufung – Erfahrung, die verbindet

Nach Jahren intensiver Auseinandersetzung mit Baumaterialien, Baustoffkombinationen, vielfältigsten Herausforderungen im Bauprozess und den eigenen Fehlern stand fest:

Es braucht einen Ansatz, der bewährte Bauweisen nicht ersetzt, sondern daran anknüpft, sie sinnvoll weiterentwickelt und so wertbeständige, langlebige und funktionale Gebäude erhält oder neu schafft.

So entstand 1994 ein Einzelhandelsgeschäft für ökologische Baustoffe – mit dem Ziel, andere gleichgesinnte Baufamilien vor denselben Irrwegen zu bewahren.

Aus der kleinen Idee, Erfahrungen und Erkenntnisse zu teilen und die damals schwer zu beschaffenden traditionellen Baustoffe für alle Interessierten verfügbar zu machen, wurde schnell mehr: 1995 gründete Peter Hetfeld das „naturhaus Hetfeld“, das sich nach und nach zu einem überregional anerkannten Fachhandel entwickelte. Heute, über 30 Jahre später, hat sich das Naturbauhaus Hetfeld als feste Anlaufstelle für Menschen, die wertbeständig bauen und sanieren wollen, etabliert.